WEISSSBURGUNDER 2015: Die Analysedaten gebe ich kurz vorgab: 13,42 Alkohol / 2,9 Restzucker / 6,1 Gesamtsäure

Das Wichtige kommt aber jetzt: Der 2015er Weißburgunder repräsentiert den Jahrgang auf ganz typische Weise: mit Kraft und Saft und Understatement. Und unser Weißburgunder erzählt sogar noch ein bisschen mehr...

In der Nase zeigt er sich dezent, und Sorten-typisch: Aromen von Ananas, weißem Pfirisch, Mandel und eine leicht salzige Note - wie Meeresrauschen - wedeln einem zart und changierend um die Nase. Das Aroma ist bestimmt, zurückhaltend und bei allem dezent. Kühlere Jahrgänge drängeln sich gern mit intensiven Fruchtaromen in den Vordergund - 2015 gibt sich eher ruhig und präsidial.

Der Weissburgunder als Sorte - für mich der Inbegriff von Eleganz überhaupt. Bei meinen Weißburgundern muss ich immer an Grace Kelly denken: Schön, groß, elegant - im jungen Jahren quirrlig und lebendig, in reiferen Rollen: kontrolliert und charakterstark. Der 2015er Weißburgunder repräsentiert eine gereifte Frau: man kennt die eigenen Stärken, ist sich seiner Schönheit und der Reize bewusst. Man muss sich nicht mehr beweisen und kann in aller Gelassenheit wirken und geniessen.

Im Geschmack zeigen sich beim 2015er Weißburgunder, die Jahrgangs-typischen Gaumenfreuden: Körperreiche Weine mit ordentlich Kraft (Alkohol), verhaltener Säure (= Milde) und Schmelz. Der Sommer 2015 war extrem trocken und heiss - das brachte hohe Mostegewichte mit viel Zucker in den Trauben, was sich später im hohen Alkoholgehalt widerspiegelt. Gleichzeitg liess das trocken heisse Wetter die Säurewerte schmelzen wie Schnee in der Sonne.

Das Ergebnis bei 2015er Weißburgunder: Ein Wein, der zum Trinken animiert, der Lust macht auf das nächste Glas - und das nächste und dann auf mehr. Während man bei den meisten Simon-Weinen nach kurzer Zeit die zweite Flasche öffnet, und die dritte - fühlt man sich mach einer Flasche 2015er Weißburgunder: ruhig, gesetzt und wonniglich zufrieden.

Soweit zum WB 2015 anno 2017.

 

WEISSBURGUNDER 2014: 12,1 Alkohol / 0,8 Restzucker / 6,5 Gesamtsäure

Die knackige Frische des 2014er Jahrgangs mag ich gern. Sie zeigt sich auch gerade in diesem Weißburgunder, der zupackend ist und Biss hat. Damit ist er genau das Gegenteil von geschmeidig und rund - es zeigt Kante und eine gewisse unabgefederte Härte. Wer diese Direktheit vertragen kann - oder auch mag - hat grosse Feude am WB14. Im baden heft 12 (von 2017) attestiert Rainer Trüby unsem Weissburgunder Aromen nach Birne, Minze und Mandeln. Auf Seite 93 bespricht der Weinkritiker und DJ unseren Wein recht ordentlich. Allein beim Restzucker ist ein Ausrutscher passiert - da stehen 12 Gramm statt 0,8.

 

WEISSBURGUNDER 2016: 12,6 Alkohol / 1,5 Restzucker / 6,2 Gesamtsäure

Der 2016er Pinot Blanc schließt wieder an die Frische und Knackigkeit des 2014ers an. Ein Hauch von Eisbonbon erinnert noch leicht an die Jungwein (Primär) Aromen. Doch zum Glück zeigen sich jetzt auch die Sekundär-Aromen mit typischen Fruchtnoten nach Pfirisch, Birne und einem Anflug von Mandel.

 

Zusätzliche Informationen